Was ist eine Kontaminationsstrategie in der Pharmaindustrie? In erster Linie Produkt- und Patientenschutz! Patienten müssen jederzeit die Sicherheit haben, dass Pharmaprodukte nicht verunreinigt sind und den Inhalt aufweisen, den jedes Medikament gemäß dem Beipackzettel auch enthalten soll.
Ist nicht immer garantiert, dass der Beipackzettel der Realität entspricht?
In Industrieländern sind die Bestimmungen so streng gehalten und im Interesse der Industrie und der Patienten, wonach man davon ausgehen kann, dass es in 99,9 Prozent der Fälle gewährleistet ist. Die Bestimmungen werden immer weiter ausgebaut und angepasst. Neue Technologien können heute die Produktsicherheit wesentlich besser garantieren als noch vor 30 oder 50 Jahren.
Gerade darum ist auch eine laufende Mitarbeiterschulung wichtig, denn die Technologie ändert sich und damit auch die konkreten Aufgaben und Vorgehensweisen eines jeden einzelnen Mitarbeiters.
Was jedoch für die Industriestaaten und deren Produktionsstätten gilt, gilt nicht für die ganze Welt. In manchen Drittweltländern wird auch mal einfach in Hinterhöfen zusammen gerührt, was eben gerade da ist und unter Bedingungen, die einfach billig gegeben sind. Dass gefälschte Medikamente gerade auch in eher exotischen Ländern im Umlauf sind, versteht sich von selbst. Und Fälschungen unterliegen auch keinen Kontaminationsstrategien, es geht letztlich um schnelles Geld und nicht um die Sicherheit von Patienten.
Kleiner Tipp: Sollten Sie jemals in einem exotischeren Land lebenswichtige Medikamente benötigen, kaufen Sie diese direkt in der Niederlassung des entsprechenden Pharmakonzerns. Manche Medikamente benötigen auch gekühlte Transporte. In solchen Ländern sind auch die Apotheken nicht immer wirklich sorgfältig im Umgang mit Medikamenten. Aus eigener Erfahrung wissen dies die Niederlassungen und helfen im Notfall.
Was versteht man unter Kontamination in der Pharmaindustrie?
Die Verunreinigung durch Mikroorganismen, Partikel oder Endotoxine sowie Kreuzkontaminationen.
Wie sieht moderne Kontaminationsstrategie in der Pharma aus?
Um die höchsten Standards an Produktqualität und Patientensicherheit zu gewährleisten, wird die Kontamination in der Pharmaindustrie durch folgende primäre Konzepte und Maßnahmen kontrolliert:
- Reinräume: Sauberkeitszonen (Klasse A, B, C, D nach Annex 1)
- Druckkaskaden: wie Luft von reinen Räumen in weniger reine Bereiche fließt
- Getrentte Schleusensysteme: kontrollierte Übergänge für Personal und Material
- Geschlossene Produktionssysteme (Isolator für die Abfüllung)
- Umgebungsmonitoring: Überwachung der mikrobiellen und partikulären Belastung
Was müssen Mitarbeiter in der Kontaminationsstrategie erlernen?
Die Mitarbeiterschulung konzentriert sich auf diverse Schlüsselbereiche.
Das sind eine ganze Menge, wie zum Beispiel:
- Risiken für den Patienten und Konsequenzen von Kontamination
- Bewusstsein für den eigenen Körper als Kontaminationsquelle
- Verhaltensregeln in Reinräumen
- Verhaltensregeln in den Arbeitsräumen, auch als SOPs (Standard Operating Procedures) bezeichnet
- steriles Arbeiten bzw. Anwendung von arbseptischen Arbeitstechniken
- Reinigung, Desinfektion und die Dokumentierung dieser Vorgänge
Und noch vieles mehr!
Heute helfen auch Lehrmethoden wie Augmented Reality. Und das Wissen sollte man in regelmäßigen Abständen bei den Mitarbeitern auffrischen. Damit dies mit wenig Zeitaufwand verbunden ist, bieten wir auch In-House-Schulungen an. Fragen Sie uns einfach unverbindlich nach für Sie passenden Ausbildungslösungen.
Bildquelle: KI generiert